Über den Lundehund gibt es viel Interessantes zu berichten, z. B. auch, dass diese Rasse fast ausgestorben war. Ich möchte auf einen Artikel über den Lundehund verweisen, der im Oktober 2002 in der Zeitschrift „Der Hund“ abgedruckt war. Die Verfasserin „Valeria Slembrouck“ hat meiner Meinung nach einen sehr informativen Bericht geschrieben, der nahezu alle Fragen beantwortet. Leider darf ich diesen Artikel nicht veröffentlichen, da er urheberrechtlich geschützt ist. Er ist jedoch mit der Suchmaschine leicht zu finden. Soweit ich informiert bin, ist der Artikel – bis auf die Population – sehr authentisch. Heutzutage spricht man von ca. 1500 Lundehunden weltweit. Norwegen, welches ja das Ursprungsland ist, hat einen Anteil von ca. 600 Hunden, in Amerika leben ca. 300, in Deutschland etwas über 50. Einige dieser charmanten und absolut aggressionslosen Schönheiten leben in Holland, Luxemburg, Italien, Tschechische Republik, Österreich, Frankreich und der Schweiz, viele auch in Dänemark, Schweden, Finnland und Schweden.  Sollte ich ein Land vergessen haben, würde ich mich über eine Nachricht sehr freuen.

 

Nun aber zurück zu unserer Geschichte. All diese Eigenheiten haben uns sehr neugierig gemacht. Natürlich wollten wir uns nicht sofort wieder einen Hund kaufen, da wir ja sehr an Rico gehangen haben und darüber noch fürchterlich traurig waren. Aber der Virus hatte uns schon erfasst. Wir wollten uns auf jeden Fall mal erkundigen und uns diese Rasse auch anschauen. Eigentlich wollte ich erstmal keinen Hund mehr haben, da man doch zeitlich oft sehr eingeschränkt ist, aber gucken kann man ja mal J.

 

Zum Glück war in dem Artikel die Telefon-Nr. der Züchterin abgedruckt, die allgemein über diese Rasse und auch ihre eigenen Hunde berichtete. Ein paar Tage, nachdem wir die Zeitschrift gekauft haben, riefen wir also die Dame an und führten ein sehr nettes Gespräch, in dem sie uns anbot, doch mal zu kommen und ihre Hunde anzuschauen. Nach einigen Wochen setzten wir unser Vorhaben in die Tat um und besuchten die Züchterin für ein Wochenende, um die Lundehunde kennen zu lernen. Eigentlich war es uns ja vorher schon klar, aber nach diesem Wochenende stand fest, dass wir unbedingt einen Welpen dieser schmusigen Tiere möchten. Na, ja, Wünsche kann man ja äußern, aber diese Art von Wunsch geht leider meistens nicht so schnell in Erfüllung. Da es ja sehr wenige Züchter in der näheren Umgebung gibt und die Lundehunde dazu auch nicht sehr fruchtbar sind (1 – 4 Welpen je Wurf), waren die Chancen nicht so gut, in nächster Zeit einen Welpen zu bekommen.

 

Glücklicherweise plante die Züchterin einen Wurf. Wir baten dann darum, einen Welpen haben zu dürfen, falls ihre Hündin trächtig würde und auch genügend Babies zur Welt brächte. Es war eine unheimlich spannende Zeit. Wir haben uns so gefreut, dass die Hündin tatsächlich nach dem Decken trächtig war. Jetzt hieß es: Die Tage bis zur Geburt zählen! Ausgerechnet war, dass wir ca. Mitte Januar das Hündchen haben könnten. Diese Zeit brauchten wir auch, um unseren kleinen Hund zu betrauern.

 

Leider kam es jedoch anders, als wir erhofft hatten. Einer der beiden Welpen starb im Bauch der Hündin. Es war sehr, sehr traurig für uns alle, vor allem natürlich für die Züchterin. Da es ihr auch leid tat, uns jetzt keinen Hund geben zu können, tat sie alles, was in ihrer Macht stand, um uns einen anderen Welpen zu vermitteln.

Nach relativ kurzer Zeit hatten wir Kontakt zu einem Norweger, der wiederum einen Norweger aus seiner Heimat kannte, dessen Hündin am gleichen Tag geworfen hat, wie die Hündin unserer Züchterin in Deutschland.

 

An dieser Stelle möchten wir uns bei Beiden noch mal ganz herzlich bedanken!!!

 

Nach einem langen und sehr herzlichen e-mail-Kontakt durften wir Asko dann endlich am 12./13. Januar in Norwegen abholen. Es war ein aufregendes Abenteuer. Wir sind sehr glücklich über unseren neuen Hausbewohner und auch darüber, so viele nette Menschen kennen gelernt zu haben. Man bekommt das Gefühl, dass die Lundehund-Besitzer genauso außergewöhnlich (nett und hilfsbereit) sind, wie ihre Hunde.

 

Wir freuen uns auf (hoffentlich) viele spannende Jahre mit Asko. Auch Davinci ist jetzt wieder froh, einen neuen Spielkameraden zu haben.

 

 

 

 

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